Eine “Steigerung” der “Zwillingsformel” (als welche das Hendiadyoin - aus dem griechischen, bedeutet soviel wie – eins durch zwei – auch oft bezeichnet wird) ist die “Drillingsformel”. Diese besitzt im englischen den Namen (Hendiatris – eins durch drei), welcher im deutschen Sprachraum aber nicht gebräuchlich ist.
Aufgebracht soll diese Form det antike Philosoph Gorgias haben. (weswegen sie auch häufig als “Gorgianische Figur” bezeichnet wird) Diese Figur tritt häufig in Verbindung mit anderen Stilmitteln wie Alliteration, Homoioteleuton (Wörter mit gleichen Endsilben) oder anderen Figuren wie Anapher, Klimax oder Polyptoton (Wiederholung eines Wortstammes mit Abwandlungen) auf.
Verwendet wird die Drillingsformel vor allem, um Dynamik ins Sprachbild zu bringen. Sie ist kurz, prägnant und zumeist einer Steigerung unterworfen. (verliebt, verlobt, verheiratet z.B.)
Einsatz findet dieses Stilmittel, wie andere rhetorische Mittel auch, heutzutage öfters in der Werbung: “quadratisch praktisch, gut” oder “gut, besser, Gösser” bekannte Phrasen, welche die Drillingsformel benutzen: “Wein, Weib, Gesang” “Spiel, Satz, Sieg”
Quellen: “Phrasologismen im Spielfilm – eine theoretische Einführung und exemplarische Analysen”, Tim Ficher, Grin Verlag, Norderstedt (Deutschland) 2008 “Lauter spitze Zungen – geflügelte Worte und ihre Geschichte”, Christoph Gutknecht, 3. überarbeitet Auflage, Beck´sche Reihe Verlag, München (Deutschland), 2001

Toller Bericht, ich werde wohlnun auch gleich mal weiter blättern hier. Bis zum Nächsten mal.
Von: Franz am Januar 13, 2010
um 5:12 am